Von der Forschung zur innovativen Therapie: EURICE bei der Berlin Science Week 2026

Arzneimittel für neuartige Therapien (ATMPs) verändern die moderne Medizin – doch damit aus Forschung klinische Anwendung wird, braucht es starke Partnerschaften entlang des gesamten Innovationsprozesses.

Neu- und weiterentwickelte Therapieansätze eröffnen neue Möglichkeiten für die Behandlung von Erkrankungen, die mit konventionellen Methoden bislang nur schwer zu therapieren sind. Von Zell- und Gentherapien bis hin zu biotechnologisch bearbeiteten Gewebeprodukten zählen Arzneimittel für neuartige Therapien (Advanced Therapy Medicinal Products, ATMPs) zu den innovativsten Bereichen der modernen Medizin. Damit aus wissenschaftlichem Fortschritt jedoch klinische Anwendung werden kann, braucht es eine enge Zusammenarbeit über verschiedene Phasen der Forschung und Entwicklung hinweg.

Dieser kollaborative Ansatz prägt auch europäische Forschungs- und Innovationsprojekte, an denen EURICE beteiligt ist. In Initiativen wie JOIN4ATMP und S.O.L.A.R.I.S. kommen komplementäre Kompetenzen zusammen, um die Herausforderungen bei der Entwicklung neuer Therapien und ihrem Transfer in die Anwendung gemeinsam anzugehen. Für EURICE sind solche Partnerschaften ein wichtiger Baustein, um die richtigen Rahmenbedingungen dafür zu schaffen, dass Forschung und Innovation ihren Weg in die Praxis finden.

Gleichzeitig ist die Zukunft neuartiger Therapien längst nicht nur ein Thema für Expertinnen und Experten. Je weiter sich das Forschungsfeld entwickelt, desto wichtiger wird es, Potenziale ebenso wie Herausforderungen verständlich zu vermitteln und wissenschaftliche Entwicklungen stärker in den gesellschaftlichen Dialog zu bringen.

Vor diesem Hintergrund beteiligt sich EURICE an der Berlin Science Week 2026 mit der öffentlichen Podiumsdiskussion „How Could New Therapies Change Your Future?“, die am 5. November in den Berliner Räumlichkeiten von EURICE stattfindet.

Auf dem Podium diskutieren Prof. Dr. Annette Künkele-Langer von der Charité – Universitätsmedizin Berlin und Koordinatorin von JOIN4ATMP, Dr. Katharina Günther von der Green Elephant Biotech GmbH, Partner im Projekt S.O.L.A.R.I.S., sowie Dr. Alexander Stumpf von SPARK-BIH. Mit ihrer Expertise aus klinischer Forschung, Biotechnologie und Technologietransfer bringen sie unterschiedliche, sich ergänzende Perspektiven auf den Weg von der wissenschaftlichen Entdeckung hin zu neuen therapeutischen Anwendungen ein.

Die Diskussion stellt diese Perspektiven zugleich in den Kontext des dynamischen Berliner Life-Sciences- und Innovationsökosystems. Die wachsende Präsenz von EURICE in der Hauptstadt eröffnet neue Möglichkeiten, Erfahrungen aus europäischen Forschungskooperationen in den Austausch mit der regionalen Wissenschafts- und Innovationscommunity einzubringen. Die Berlin Science Week zeigt beispielhaft, wie europäische Projektaktivitäten, lokale Expertise und öffentlicher Dialog zu Themen zusammenfinden können, die die Zukunft der Gesundheitsversorgung mitgestalten.

Die Diskussion findet in englischer Sprache statt, die Teilnahme ist kostenfrei. Eine Anmeldung ist erforderlich und über Eventbrite möglich.